Baukindergeld

Home - Ratgeber - Baukindergeld

Baukindergeld

Familien und Haushalte mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren dürfen sich seit August 2018 über den Beschluss des Bundestages für staatliche Zuschüsse beim Ersterwerb einer Immobilie über Unterstützung durch das Baukindergeld freuen.

Union und SDP sprachen im Bundestag von einer „unzureichenden Eigentumsquote“, der sie mit ihrem Beschluss zügig entgegensteuern möchten. Die Zuschüsse sollen rückwirkend zum 1. Januar 2018 beantragt werden können. Anspruch darauf hat, wer ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 75.000€ vorweisen kann. Die Grenze erhöht sich pro weiterem Kind um 15.000€ (Quelle: IVD.net – bitte hier anklicken).

Das Bundesministerium sieht für „Wohnungswesen und Städtebau“ ein Budget von insgesamt 3,58 Milliarden Euro vor. Das Baukindergeld wird eine „Globale Mehrausgabe“ genannt, wofür 400 Mio. Euro und zusätzliche 50 Mio. für mehr Sicherheit durch Einbruchschutz für 2018 angesetzt werden. Zwar kann laut Schick mit diesen Förderungen das Wohnraumproblem nicht vollständig behoben werden, dennoch könnten bis zu 222.000 Haushalte im Jahr 2018 dadurch gefördert werden (Quelle: IVD.net – bitte hier anklicken).

In einer Studie im 5 – Städte – Vergleich können junge Familien durch 5 bis 63% Ersparnis bei der Finanzierung des Ersterwerbs einer Immobilie entlastet werden. Durch eine Datenerhebung in Berlin, Hamburg, Leipzig, Nürnberg und Krefeld wird deutlich, dass das Baukindergeld eine positive Wirkung erzielen und junge Familien bei der Rückzahlung ihrer Immobilie entlasten wird. Bei 1.200 Euro je Kind pro Jahr mit zehn Jahren Laufzeit (12.000€ pro Kind insgesamt) beträgt die Entlastung zwischen 2,2 und 7,7 Prozent. Je weiterem Kind vervielfacht sich der entsprechende Satz (Quelle: IVD.net – bitte hier anklicken).

Das Baukindergeld sollte seit August 2018 zur Beantragung offenstehen, jedoch verzögert sich der offizielle Beschluss bislang. Stellvertretend für die Lebensart am Bodensee GmbH blicke ich dem Entschluss kritisch entgegen. Es werden gerade in den ländlichen Regionen, wo tendenziell viel Wohnraum vorhanden ist, große Mitnahmeeffekte erwartet. Denen, die sowieso bauen wollten, spielt das Baukindergeld zusätzlich in die Tasche. In Städten hingegen könnte die schlechte Wohnsituation verschärft werden, wenn aus dem Baukindergeld ein Kaufkindergeld gemacht wird und so kein neuer Wohnraum geschaffen wird.

Zudem spielt der Bund den Ländern das Geld in die Tasche, da er alleinig für das Baukindergeld aufkommt, die Länder allerdings eigens von der Grunderwerbssteuer profitieren. Überlegungen wie diese könnten durchaus der Grund für die bisherigen Verzögerungen des offiziellen Beschlusses sein.

Wir tauschen uns regelmäßig strategisch mit dem IVD aus und besuchen Weiterbildungen, um in unserem Geschäft besser und erfolgreicher zu werden.

Bitte lassen Sie uns wissen wenn Sie Fragen haben. Gerne melden wir uns bei Ihnen.

Alisa F. Ruff
Lebensart am Bodensee GmbH

Teilen: